1&1 mit Halbjahreszahlen, Prognose 2026 bestätigt

Montabaur, 6. August 2026. Die 1&1 AG (ISIN DE 0005545503) verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 erwartungsgemäß einen Rückgang des Vertragsbestandes um 140.000 Verträge, welcher auf den Rückgang bei Mobile Internet-Verträgen zurückzuführen ist. Ursächlich hierfür war die Anfang April erfolgte Neuausrichtung des Discount-Tarifportfolios. Diese umfasste die Einstellung der Vermarktung besonders niedrigpreisiger Tarife sowie die Reduktion inkludierter Datenvolumina bei leistungsstarken Tarifen. Infolge der Maßnahmen verringerte sich die Zahl der Mobilfunkverträge im ersten Halbjahr 2026 um rund 150.000, davon rund 100.000 im April.

Die Anzahl der Breitband-Verträge erhöhte sich im ersten Halbjahr 2026 um 10.000 Verträge auf insgesamt 3,85 Mio. Breitband-Verträge.

Die Umsatzerlöse stiegen im ersten Halbjahr 2026 um 1,6 % auf 2.269,7 Mio. EUR (H1 2025 inkl. 1&1 Versatel: 2.233,7 Mio. EUR), wobei der werthaltige Service-Umsatz mit 1.804,9 Mio. EUR (H1 2025 inkl. 1&1 Versatel: 1.824,3 Mio. EUR) leicht unter dem Vorjahreswert lag.

Das EBITDA erhöhte sich im ersten Halbjahr 2026 insgesamt um +5,1 % auf 382,7 Mio. EUR (H1 2025 inkl. 1&1 Versatel: 364,2 Mio. EUR). Dabei reduzierte sich das EBITDA im Segment Consumer & Small Business um -5,6 % auf 391,3 Mio. EUR (H1 2025: 414,5 Mio. EUR), während das EBITDA im Segment Enterprises & Networks sich auf -8,6 Mio. EUR verbesserte (H1 2025 inkl. 1&1 Versatel: -50,3 Mio. EUR).

Das EBIT erhöhte sich um 61,1 Prozent auf 111,3 Mio. EUR (H1 2025 inkl. 1&1 Versatel: 69,1 Mio. EUR). Ursächlich für den starken Anstieg waren neben dem höheren EBITDA insgesamt gesunkene Abschreibung-en. Dabei standen gestiegenen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen gegen-läufig geringere PPA-Abschreibungen gegenüber.

Das Ergebnis je Aktie (EPS) erhöhte sich im ersten Halbjahr 2026 auf 0,17 EUR (H1 2025 inkl. 1&1 Versatel: 0,04 EUR).

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (Cash-CAPEX) betrugen 220,0 Mio. EUR (H1 2025 inkl. 1&1 Versatel: 266,9 Mio. EUR).

 

Prognose 2026

Die Gesellschaft erwartet für das Geschäftsjahr 2026 einen Service-Umsatz auf Vorjahresniveau (2025 inkl. 1&1 Versatel FY: 3.661,8 Mio. EUR).

Das EBITDA soll auf ca. 800 Mio. EUR (2025 inkl. 1&1 Versatel FY: 689 Mio. EUR) zulegen.

Das Investitionsvolumen (Cash-Capex) soll zwischen 500 und 550 Mio. EUR betragen (2025 inkl. 1&1 Versatel FY: 652 Mio. EUR).

Ausblick 2027 und 2028

Auch für die Geschäftsjahre 2027 und 2028 erwartet die 1&1 AG ein operatives EBITDA-Wachstum von jährlich ca. 100 Mio. EUR. Das Investitionsvolumen (Cash-Capex) soll jeweils auf dem Niveau von 2026 liegen.

 

Kennzahlen nach IFRS – Vergleich H1 2025* vs. H1 2026

in Mio. EURH1 2025H1 2026Veränderung
Umsatz2.233,72.269,71,6 %
Service-Umsatz1.824,31.804,9-1,1 %
EBITDA364,2382,75,1 %
davon Segment Consumer & Small Business414,5391,3-5,6 %
davon Segment Segment Enterprises & Networks-50,3-8,6 
EBIT69,1111,361,1 %
Ergebnis je Aktie in EUR0,040,17 
Kundenverträge in Mio.16,3316,18-0,9 %

* H1 2025 auf vergleichbarer Basis inklusive 1&1 Versatel

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